Chronik

Braukunst seit 1581

  • Die Chronik der Herbsthäuser Brauerei reicht zurück auf den erstmals 1581 urkundlich erwähnten Gasthof „Zur Schwane“.

    1581
  • Im Laufe der bewegten Geschichte dieses Gebäudes wird u. a. die Schlacht bei Herbsthausen am 05. Mai 1645 erwähnt. Zu seinen häufig wechselnden Besitzern gehörte auch Johann Friedrich Mayer, Sohn des kaiserlichen Reichsposthalters zu Blaufelden. Bekannt wurde er als Pfarrer „Gypsapostel von Hohenlohe“; er beschäftigte sich intensiv mit Themen der Landwirtschaft und hat seine Erkenntnisse auch veröffentlicht (z.B. „Die Lehre vom Gyps“).

    1645
  • Im Jahre 1727 wurde das Hauptgebäude zu seinem heutigen repräsentativen Aussehen umgebaut.

    1727
  • Im Dezember 1875 gelangte der Gasthof „Zur Schwane“ in das Eigentum der Familie Wunderlich. Von nun an wurde die Braustätte – zunächst noch unter dem Namen 
Schwanenbrauerei – systematisch um- und ausgebaut.

    1875
  • Durch fachliches Können und wirtschaftliches Geschick entwickelte sich die Brauerei mit angeschlossener Landwirtschaft zu dem modernen mittelständischen Unternehmen, das seit 1975 von Klaus Wunderlich in 4. Generation und seit 2006 von Christian Wunderlich in 5. Generation geleitet wird.

    1975
  • Heute präsentiert sich mit der Herbsthäuser Brauerei Wunderlich KG eine solide und leistungsfähige Privatbrauerei. Alle Entscheidungen der Firmenleitung werden immer unter besonderer Berücksichtigung unserer Region und seiner Menschen getroffen.

    heute
Die Brauerei

Rundgang

Sudhaus

Das vermälzte Getreide wird mit einer Sechswalzenmühle geschrotet und im Maischbottich mit Brauwasser zur so genannten Maische vermischt. Je nach Biersorte und Qualität des Malzes werden 15 – 17 kg Malz pro hl Bier benötigt.Die Maische wird schrittweise erhitzt. Dabei setzen die während der Vermälzung aktivierten Enzyme den Umwandlungsprozess von Stärke in Zucker fort. Neben Malzzucker werden in der Maische Eiweißabbauprodukte, Polyphenole und Mineralstoffe aus dem Malzschrot gelöst. Noch sind in der Maische feste und flüssige Bestandteile gemischt.
Im Läuterbottich wird die flüssige Würze von den unlöslichen Malzrückständen (Treber) getrennt. Dabei dient der Treber als natürliche Filterschicht, unter der die klare Würze abläuft. Die Würze wird mit ihren wertvollen Inhaltstoffen aus dem Läuterbottich in die Sudpfanne geleitet. Während der rund 60-minütigen Kochung fallen Eiweiß-Gerbstoff-Verbindungen aus. Dieser Vorgang wird maßgeblich durch die Zugabe von Naturhopfen bestimmt. Die Hopfentreber werden ebenfalls an die Landwirtschaft abgeben. Anschließend werden durch den Whirlpool die Eiweiß-Gerbstoff-Verbindungen als Heißtrub ausgeschieden und die geklärte Würze durch einen Plattenkühler auf 6° C abgekühlt. Die Summe aller in der Würze gelösten Inhaltstoffe aus Malz nennt man „Stammwürze“.

Gärtanks

Im Gärkeller kommt die natürlich klassische Hauptgärung bei 9° C zum Einsatz. Dabei wird in den Gärtanks die gekühlte Würze aus dem Sudhaus mit dem Hefe angestellt und innerhalb von 7 Tagen wird der Malzzucker zu Alkohol und Kohlensäure vergoren.Die Hefe für untergärige Biere wie Edel-Pils, Gold-Märzen, Alt-Fränkisch gärt bei 6 bis 9° C.
Obergärige Hefe wird für Weizenbier bei 15 bis 20° C verwendet. Die obergärige Hefe steigt nach der Gärung auf. Die untergärige Hefe setzt sich am Gefäßboden eines flachkonischen Tanks ab. Ist die Gärung abgeschlossen, wird die Hefe abgezogen. Diese kann bis zu 10-mal geführt werden. Aufbewahrt wird die Hefe in gekühlten Hefewannen.

Lagertanks

Hier lagern bis zu 650.000 Liter frisches Jungbier bei Temperaturen von 0 bis 2° C in zylindrokonischen Lagertanks (ZKL).In der Reifungsphase gärt das Bier hier weiter, bildet Kohlensäure und entwickelt seinenunverwechselbaren Geschmack.
Der Prozess dauert je nach Sorte mehrere Wochen. In unseren Lagertanks reifen bis zu 650.000 Liter Jungbier bis zur Abfüllung, getreu dem Motto „gut Ding braucht Weile“.

Filtration

Um das Bier glanzfein zu machen, werden bei der Filtration Trübungsstoffe, Hefe und Eiweiß herausfiltriert.

Reinigung

In jeder Brauerei werden aufgrund der hohen Anforderungen, die an Sauberkeit und Hygiene eines Lebensmittelbetriebs gestellt werden, nicht unerhebliche Mengen von Wasser für Reinigungs- und Spülvorgänge verwendet.Bis zu 14.000 Flaschen pro Stunde werden in einer Flaschen-Waschmaschine intensiv gereinigt.
Die Bierflaschen werden nach dem Reinigungsvorgang mit Licht, Infrarot und Ultraschall auf kleinste Verunreinigungen und Schadstellen geprüft. Bei kleinsten Unregelmäßigkeiten wird die Flasche auf dem Weg zum Flaschenfüller ausgesondert.

Abfüllanlage

Nach dem die Flaschen geprüft wurden, gelangen sie auf einem Förderband zum Flaschenfüller. In unserer modernen Flaschen-Abfüllanlage werden bis zu 14.000 Flaschen stündlich abgefüllt.Nach dem Füllen wird jede Flasche erfasst und auf die richtige Füllhöhe geprüft. Auf einem Fließband werden die abgefüllten und verschlossenen Flaschen zur Etikettiermaschine transportiert.
Nach dem Etikettieren kommen die Bierflaschen zur Verpackungsanlage. Vollautomatisch werden die abgefüllten Flaschen in die Bierkästen gesetzt und dann zur Palettier-Maschine transportiert. Zur Lagerung kommen Sie nun per Gabelstapler in die Lagerhalle. Auf einer vollautomatischen Keg-Anlage werden 60 Bier-Fässer pro Stunde gereinigt und gefüllt.

Versand

In unserer Lagerhalle können je nach Saison einige 10.000 Kisten Bier und einige tausend Fässer in allen Größen gelagert werden.
Unsere Stapelfahrer wissen „Nichts ist schlimmer als Durst“ daher beeilen Sie sich besonders beim Verladen unserer Biere. Mit unseren Fahrzeugen vorsorgen wir die Region im Umkreis von ca. 50 bis 60 Kilometern.

Qualitätssicherung

Innerbetriebliche Qualitätssicherung

QSDas HACCP – Konzept (Hazard Analysis and Critical Control Point Konzept) ist ein internationales anerkanntes lebensmittelspezifisches Instrument zur Ermittlung von Gefahren und zur Bewertung von Risiken sowie zur Einführung, Anwendung und Aufrechterhaltung von Kontroll- und Lenkungsmaßnahmen innerhalb des Betriebes. Nach der Lebensmittelhygieneverordnung ist die Dokumentation der betriebseigenen Maßnahmen und Kontrollen nicht explizit gefordert. Um der Sorgfaltspflicht und dem Verbraucherschutz unseren Herbsthäuser Bierfreundinnen und Bierfreunden gegenüber zu genügen, wird bei uns das HACCP-Konzept in für uns angemessenem Rahmen von allen Mitarbeitern voll und ganz durchgeführt und gelebt. Um die Mindesthaltbarkeit unserer Produkte zu sichern, ist eine mikrobiologische Überwachung notwendig. Die Aufgabe der biologischen Kontrolle im Labor besteht darin, Wasser, Würze, Hefe, Bier, alle Tanks, Leitungen und Gebrauchsgegenstände ständig zu überprüfen.

Mobile Qualitätssicherung

Das mobile Einsatzteam der Herbsthäuser Brauerei sichert die Qualität unserer Biere nach dem Verlassen des Lagers. In regelmäßigen Abständen kontrollieren und reinigen (chemisch-mechanisch) die Mitarbeiter des Serviceteams die Schankanlagen mit Herbsthäuser Bier-Spezialitäten im Ausschank (wie. z.B. in der Gastronomie, auf Festveranstaltungen, Events usw.)